Basiswissen Malen - Teil II
Aquarellpapier aufspannen
Papier wellt sich, wenn es nass wird und schrumpft beim Trocken. Das Ergebnis sind Wellen; es sei denn, Sie nehmen sehr dickes Papier oder spannen dünnes Papier auf.
Die meisten Aquarellmaler kennen das Problem: Feuchtes Papier verzieht und wellt sich. Papier nimmt Wasser auf und dehnt sich. Die Faser quillt mit Wasser auf und schrumpft während des Trocknens. Dabei entstehen die typischen Berge und Täler auf der Papieroberfläche. Je dünner ein Papier ist, desto mehr wellt es sich. Starke, kräftige Papiere, ab 600 Gramm Papiergewicht bleiben in der Regel stabil. Alle anderen sollte man nass aufziehen.
So wird´s gemacht:

Befeuchten Sie einen Bogen Aquarellpapier gleichmäßig mit lauwarmen Wasser. Unter der Dusche ca. 3-5 Minuten, je nach Papiergewicht. Legen Sie das feuchte Blatt auf eine glatte Oberfläche. Ideal sind Sperrholzbretter 5-8 mm, die mit Schiffsbodenlack lackiert sind. Glasplatten und MDF-Platten tun‘s auch!
Kleben Sie den Bogen Aquarellpapier mit Nassklebeband (mind. 1 cm breit!) an den Rändern fest. Das Nassklebeband nicht zu stark anfeuchten, sonst verliert es durch das feuchte Papier seine Klebekraft.

Auch wenn sich dünnes Papier anfangs sehr stark wellt, es wird beim Trocknen glatt werden. So aufgespannt bleibt es auch in der Nass-in-Nass-Technik in Form und wellt sich kaum noch.

Auch bereits gewellte Papiere werden durch diese Methode, wenn Sie auf der Rückseite angefeuchtet werden, wieder glatt.
Papiertipps
Die Aquarellmalerei beruht auf der Lasurwirkung der Farben, die in dünnstem Auftrag verwendet werden. jede Lasurwirkung setzt einen hellen Untergrund voraus. Alles Licht wird bei der Aquarellmalerei vom Untergrund bestimmt. In der Regel wird Papier verwendet, aber auch Pergament, Seide oder Kreidegründe können eingesetzt werden. In alten Handbüchern werden noch handgeschöpfte Büttenpapiere aus Leinenhadern empfohlen. Heute stellt die Papierindustrie nur noch baumwoll- und holzhaltige Papiere her. Dennoch gibt es kein Universalpapier für Aquarellfarben. So wirken auf rauhen gekörnten Papieren die Farben optisch günstiger und haften auch besser. Die Farben wirken lebendiger und lockerer, weil sie in den kleinen Erhebungen und Vertiefungen Licht und Schatten fangen. Auf glatten Papieren lassen sich besser zarte Übergänge und Lasuren bewerkstelligen. In letzter Zeit geht der Trend von den billigen 100 bis 200 Gramm Papieren weg und man besinnt sich auf hochwertige stabile Qualitäten von mindestens 300 Gramm oder noch stärker.
Qualität zählt
Es gibt viele verschiedene Sorten, die für spezielle Maltechniken zum Einsatz kommen können. Blöcke haben den Vorteil, dass sie auf allen vier Seiten geleimt sind und sich das Papier beim Trocknen wieder in eine plane Lage spannt. Einzelblätter müssen in jedem Fall aufgespannt werden, wenn sie sich nicht verziehen sollen.
Einfach ausprobieren!
Für welche Sorte Sie sich entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben und der verwendeten Maltechnik ab. Bevor Sie sich aber für ein bestimmtes Papier entscheiden, sollten Sie mehrere Sorten testen. Wir empfehlen Ihnen unter anderem die Aquarellpapiere von Fabriano, auf denen die Farbe besonders schön zur Geltung kommt.
Die meisten Aquarellmaler kennen das Problem: Feuchtes Papier verzieht und wellt sich. Papier nimmt Wasser auf und dehnt sich. Die Faser quillt mit Wasser auf und schrumpft während des Trocknens. Dabei entstehen die typischen Berge und Täler auf der Papieroberfläche. Je dünner ein Papier ist, desto mehr wellt es sich. Starke, kräftige Papiere, ab 600 Gramm Papiergewicht bleiben in der Regel stabil. Alle anderen sollte man nass aufziehen.